Die Reise geht weiter... und führt uns nach Innsbruck

Wie schafft man den Sprung von einem Einsatzort in den nächsten? Von einer Kultur in die andere? Indem man mit Anlauf springt. (Eine bessere Strategie habe ich bisher nicht…) Dieser Sprung ist uns dieses Mal relativ leicht gefallen.

Es ist so einfach, ungebremst Deutsch reden zu dürfen. Es ist so angenehm, schnell zum Punkt zu kommen, wenn man etwas abzuklären hat. Es tut so gut, feste und geregelte Arbeitszeiten zu haben. Was ich damit sagen will: wir genießen Innsbruck!



Seit gut eineinhalb Wochen sind wir nun in der Tiroler Hauptstadt. Die schneebedeckten Alpen bilden das optische Szenario, egal aus welchem Fenster wir hinausschauen. Der Schnee rieselt regelmäßig und macht den Bummel über den Weihnachtsmarkt noch ein bisschen attraktiver. Man kann Rodeln, Skifahren und Schlittschuhlaufen. Ein Traum.




Aber nicht, dass der Eindruck entsteht, wir würden uns hier einen exklusiven Weihnachtsurlaub genehmigen – es gibt zum Glück auch ein tolles Projekt, bei dem wir die FeG hier in Innsbruck unterstützen.

Schon zum zweiten Mal veranstaltet die Gemeinde eine Krippenausstellung. Für alle, denen diese Kunstform fremd ist eine kurze Erklärung: in schaukastenähnlichen Gestellen werden biblische Szenen dargestellt. Filigrane Tonfiguren, Gebäude und Landschaften sind, wie in einer 3-D-Momentaufnahme mit ganz viel Intention und Sorgfalt aufgebaut.

Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. Deshalb hier ein paar Aufnahmen (mit Sondergenehmigung des Künstlers) zur Veranschaulichung für euch.


Direkt davor zu stehen ist natürlich etwas anderes. Da wirken sie noch viel lebhafter und bunter.

Angefangen vom Paradies, über die Weihnachtsgeschichte, die Passion und die Himmelfahrt endet die Ausstellung mit dem Gleichnis vom Verlorenen Sohn, der vom Vater mit offenen Armen empfangen wird. Mit jeder Szene wird deutlicher, wie verloren wir Menschen einerseits sind, und wie genial Gott andererseits an dem Rettungsplan für uns gearbeitet hat.

Wir als Team dürfen durch diese Ausstellung führen. Und genauso empfinden wir das: als ein Vorrecht! Schulklassen, Hauskreisen, und vor allem den einfach nur an der Krippenbaukunst Interessierten täglich (und manchmal mehrmals) davon zu erzählen wer Jesus ist, und was er uns bedeutet – das begeistert!




Die Zeit hier in Innsbruck ist ein genialer Abschluss dieser ersten Monate für uns als Team. In weniger als einer Woche fahren wir nämlich schon zurück nach Deutschland. Wir werden in Ewersbach unsere bisherige Einsatzzeit reflektieren und dann geht es in den Weihnachtsurlaub.

Wir wünschen euch, dass die Weihnachtsgeschichte (die eigentlich viel früher anfängt, als traditionell im Krippenspiel gezeigt und viel weitreichender ist, als der Dreikönigstag) bei euch genauso einschlägt, wie bei uns: Gott setzt Himmel und Erde in Bewegung, um mit uns wieder Gemeinschaft haben zu können. Das ist sowas von ein Grund zu feiern!


Liebe Grüße,
Rita

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