Lección de Espanol Número 1
Hallo ihr Lieben :)
Seit gut einer Woche sind wir nun auf Gran Canaria und kommen so langsam rein in Land, Leute, Kultur und Sprache. Letzteres ist dabei zurzeit Herausforderung Nummer eins. Das Gute dabei ist, dass wir das, was wir im Spanischunterricht einmal die Woche lernen, gleich anwenden können. Von den wichtigsten Worte und den Erfahrungen die wir bisher mit ihnen gemacht haben, möchten wir gerne berichten.
Avión (el): das Flugzeug hat uns letzten Montag in viereinhalb Stunden sicher nach Gran Canaria, der spanischen Insel westlich von Marokko, gebracht. Mit Winterjacken stiegen wir in Stuttgart in den Flieger ein, und kamen bei über 20 Grad und teilweise bewölktem Himmel an. Von den deutschen FSJ-lern und Missionaren erfuhren wir, dass wir den ,,wettertechnisch denkbar schlechtesten Tag seit Monaten" erwischt hatten. Na wenn das so ist!
Bienvenido: Willkommen geheißen wurden wir zu unserer Überraschung von einer Gruppe bestehend aus über 20 Leuten, darunter die FSJ-ler, Missionare, Jugendlichen und einige Erwachsene der Gemeinde. Dabei konnten wir uns schon gleich auf die überschwängliche ,,Küsschen rechts und links - Kultur" einstimmen und die deutsche Höflichkeit und Reserviertheit ablegen.
Casa (la): das Haus, das für die nächsten zwei Monate unser Zuhause ist, gehört einem argentinischen Ehepaar aus der Gemeinde, mit dem wir es uns auch teilen. Bei jemand anderem Zuhause für eine längere Zeit Gast zu sein ist für uns neu und bringt einige Vor- und Nachteile mit sich. Ein Vorteil ist, dass Sie sehr gut Deutsch spricht und im ersten Monat auch für uns den Spanischunterricht macht und uns im alltäglichen Leben im Spanischen so weit fordert wie sie es uns zutraut. Er spricht nur Spanisch, ist aber wie viele Südamerikaner hier eher schwer verständlich. Nachteile sind, dass wir nicht alleine leben und mit Lautstärke und Ordnung auf unsere Gastgeber Rücksicht nehmen müssen, was uns manchmal schwer fällt.
Coche (el): das Auto, unser Crafter, der uns eigentlich das Jahr über begleitet, konnte auf die Insel natürlich nicht mitkommen. Das ist sehr bedauerlich, da wir dadurch entweder auf das Gemeindeauto oder auf Mitfahrgelegenheiten angewiesen sind, vor allem da die beiden Standorte der Gemeinde, bei der wir mitarbeiten, recht weit von unserem Haus entfernt sind.
Espanol: Spanisch sind hier tatsächlich nur Wenige. Tatsächlich haben wir mit einer großen Bandbreite an Leuten zu tun. Es gibt viele Deutsche, vor allem Rentner, die zu dieser Zeit nach Gran Canaria kommen, um hier zu ,,überwintern" oder Urlaub zu machen, die meisten Anderen sind Südamerikaner, die hierher kommen, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu haben und natürlich die deutschen Missionare und das FSJ-ler Team der Allianzmission. Richtige Spanier oder Gran Canarier kennen wir noch nicht viele.
Glorieta (la): der Kreisverkehr ist, nach unserer bisherigen Einschätzung, das hier am häufigsten verwendete Mittel zur Regulierung des Verkehrs. Sie sind überall und wir glauben, dass sie privatisiert wurden und die Besitzer einen Wettstreit führen, wessen Kreisel am schönsten und ausgefallensten ist.
Iglesia (la): die Kirche, die wir unterstützen wurde vor ca. neun Jahren von einem deutschen Missionarsehepaar gegründet, welches mittlerweile in Rente gegangen ist, aber noch immer auf der Insel lebt. Es ist eine internationale, deutsch-spanische Gemeinde mit zwei Standorten,
zwei recht jungen Pastorenpaaren und fünf FSJ-lern. Den zweiten Standort gibt es nun seit etwas mehr als einem Jahr. Die Gemeinde ist sehr stark engagiert in der Jugendarbeit, hat aber, wie auch in der sonstigen Gemeindearbeit, das Problem, dass sich kaum Menschen dafür gewinnen lassen, verbindlich in die Gemeindearbeit mit einzusteigen. Das hat nicht nur mit der spanischen und südamerikanischen Kultur etwas zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass Viele hier sehr unsichere Jobs haben und dadurch nicht zuverlässig sind. Oder sie schaffen es aufs Festland ziehen, um dort bessere Chancen zu haben.
Turismo (el): der Tourismus ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor auf der Urlaubsinsel und zeigt sich auch im Gemeindeleben. Im ,,Winter" kann der Anteil der Deutschen im Gottesdienst bis zu 40% betragen, wohingegen sich im Sommer fast nur Einheimische hier aufhalten. Viele Einheimische arbeiten auch in der Tourismusbranche, ohne aber dafür besondere Qualifikationen zu brauchen. Das bedeutet aber auch, dass sie leicht ersetzbar und dadurch auch leicht auszunutzen sind. Das wirkt sich wie bereits beschrieben auf sämtliche Lebensbereiche aus.
Perrito caliente (el): der Hot Dog-Produktion haben wir uns gestern ausführlich gewidmet. Nach dem Gottesdienst der Allianzgebetswoche, verköstigten wir mithilfe eines Fließbandsystems über 100 Gottesdienstbesucher. Leider haben wir wie immer zu großzügig kalkuliert und dürfen uns daher auch noch die nächsten Tage und Wochen an den Hot Dogs erfreuen.
Radio (la): das Radio wird ab MORGEN!! jeden Montag von neun bis zehn Uhr deutscher Zeit zu unserer neuen Bühne. Die Gemeinde wird wöchentlich in eine Sendung eingeladen und nutzt diese Gelegenheit bei dem kleinen Radiosender, der von einer deutschen Rentnerin moderiert wird, um viele Menschen zu erreichen und ihnen von ihrer Arbeit zu erzählen. Für die nächsten sechs Wochen wird das unsere Aufgabe sein und wir berichten von unserer Tour, dem Zusammenleben und sonstigen Themen die wir auf dem Herzen haben. Wir wissen noch nicht wie es wird aber wir freuen uns darauf! Hört doch gerne mal rein :)
http://radiodunas.com/emision_online_radio_dunas.htm
Vida cotidiana (la): der Alltag auf Gran Canaria unterscheidet sich sehr vom deutschen Alltag. Alles läuft zwei bis vier Stunden später ab, das Frühstück wird oft ausgelassen, dafür bleibt man abends länger wach. Bisher haben wir noch recht viele Freiheiten wie wir unseren Tag gestalten, solange wir zu den festen Terminen kommen und unsere Aufgaben erledigen. Spannend wird es erst in der ,,Wohnwoche", die wir für die Jugendlichen der Gemeinde auf die Beine stellen werden und die es so bisher noch nicht gab. Das Prinzip ist, dass man eine Woche zusammen lebt, schläft, isst, spielt, singt und seinem Alltag nachgeht, wobei Schule, Studium oder Job dabei normal weiterlaufen sollen. Uns ist von der Einladung über das Programm bis hin zu den Hausregeln die ganze Organisation und Gestaltung überlassen und wir freuen uns, auf diese Weise die Menschen hier nochmal ganz anders kennenzulernen.
Ich hoffe, ihr konntet einen guten Einblick gewinnen und wir können das nächste Mal mehr Spanischkenntnisse vorweisen :)
Ganz liebe Grüße,
Anisja
Seit gut einer Woche sind wir nun auf Gran Canaria und kommen so langsam rein in Land, Leute, Kultur und Sprache. Letzteres ist dabei zurzeit Herausforderung Nummer eins. Das Gute dabei ist, dass wir das, was wir im Spanischunterricht einmal die Woche lernen, gleich anwenden können. Von den wichtigsten Worte und den Erfahrungen die wir bisher mit ihnen gemacht haben, möchten wir gerne berichten.
Avión (el): das Flugzeug hat uns letzten Montag in viereinhalb Stunden sicher nach Gran Canaria, der spanischen Insel westlich von Marokko, gebracht. Mit Winterjacken stiegen wir in Stuttgart in den Flieger ein, und kamen bei über 20 Grad und teilweise bewölktem Himmel an. Von den deutschen FSJ-lern und Missionaren erfuhren wir, dass wir den ,,wettertechnisch denkbar schlechtesten Tag seit Monaten" erwischt hatten. Na wenn das so ist!
Bienvenido: Willkommen geheißen wurden wir zu unserer Überraschung von einer Gruppe bestehend aus über 20 Leuten, darunter die FSJ-ler, Missionare, Jugendlichen und einige Erwachsene der Gemeinde. Dabei konnten wir uns schon gleich auf die überschwängliche ,,Küsschen rechts und links - Kultur" einstimmen und die deutsche Höflichkeit und Reserviertheit ablegen.
Casa (la): das Haus, das für die nächsten zwei Monate unser Zuhause ist, gehört einem argentinischen Ehepaar aus der Gemeinde, mit dem wir es uns auch teilen. Bei jemand anderem Zuhause für eine längere Zeit Gast zu sein ist für uns neu und bringt einige Vor- und Nachteile mit sich. Ein Vorteil ist, dass Sie sehr gut Deutsch spricht und im ersten Monat auch für uns den Spanischunterricht macht und uns im alltäglichen Leben im Spanischen so weit fordert wie sie es uns zutraut. Er spricht nur Spanisch, ist aber wie viele Südamerikaner hier eher schwer verständlich. Nachteile sind, dass wir nicht alleine leben und mit Lautstärke und Ordnung auf unsere Gastgeber Rücksicht nehmen müssen, was uns manchmal schwer fällt.
Coche (el): das Auto, unser Crafter, der uns eigentlich das Jahr über begleitet, konnte auf die Insel natürlich nicht mitkommen. Das ist sehr bedauerlich, da wir dadurch entweder auf das Gemeindeauto oder auf Mitfahrgelegenheiten angewiesen sind, vor allem da die beiden Standorte der Gemeinde, bei der wir mitarbeiten, recht weit von unserem Haus entfernt sind.
Espanol: Spanisch sind hier tatsächlich nur Wenige. Tatsächlich haben wir mit einer großen Bandbreite an Leuten zu tun. Es gibt viele Deutsche, vor allem Rentner, die zu dieser Zeit nach Gran Canaria kommen, um hier zu ,,überwintern" oder Urlaub zu machen, die meisten Anderen sind Südamerikaner, die hierher kommen, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu haben und natürlich die deutschen Missionare und das FSJ-ler Team der Allianzmission. Richtige Spanier oder Gran Canarier kennen wir noch nicht viele.
Glorieta (la): der Kreisverkehr ist, nach unserer bisherigen Einschätzung, das hier am häufigsten verwendete Mittel zur Regulierung des Verkehrs. Sie sind überall und wir glauben, dass sie privatisiert wurden und die Besitzer einen Wettstreit führen, wessen Kreisel am schönsten und ausgefallensten ist.
Iglesia (la): die Kirche, die wir unterstützen wurde vor ca. neun Jahren von einem deutschen Missionarsehepaar gegründet, welches mittlerweile in Rente gegangen ist, aber noch immer auf der Insel lebt. Es ist eine internationale, deutsch-spanische Gemeinde mit zwei Standorten,
zwei recht jungen Pastorenpaaren und fünf FSJ-lern. Den zweiten Standort gibt es nun seit etwas mehr als einem Jahr. Die Gemeinde ist sehr stark engagiert in der Jugendarbeit, hat aber, wie auch in der sonstigen Gemeindearbeit, das Problem, dass sich kaum Menschen dafür gewinnen lassen, verbindlich in die Gemeindearbeit mit einzusteigen. Das hat nicht nur mit der spanischen und südamerikanischen Kultur etwas zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass Viele hier sehr unsichere Jobs haben und dadurch nicht zuverlässig sind. Oder sie schaffen es aufs Festland ziehen, um dort bessere Chancen zu haben.Turismo (el): der Tourismus ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor auf der Urlaubsinsel und zeigt sich auch im Gemeindeleben. Im ,,Winter" kann der Anteil der Deutschen im Gottesdienst bis zu 40% betragen, wohingegen sich im Sommer fast nur Einheimische hier aufhalten. Viele Einheimische arbeiten auch in der Tourismusbranche, ohne aber dafür besondere Qualifikationen zu brauchen. Das bedeutet aber auch, dass sie leicht ersetzbar und dadurch auch leicht auszunutzen sind. Das wirkt sich wie bereits beschrieben auf sämtliche Lebensbereiche aus.
Perrito caliente (el): der Hot Dog-Produktion haben wir uns gestern ausführlich gewidmet. Nach dem Gottesdienst der Allianzgebetswoche, verköstigten wir mithilfe eines Fließbandsystems über 100 Gottesdienstbesucher. Leider haben wir wie immer zu großzügig kalkuliert und dürfen uns daher auch noch die nächsten Tage und Wochen an den Hot Dogs erfreuen.
http://radiodunas.com/emision_online_radio_dunas.htm
Vida cotidiana (la): der Alltag auf Gran Canaria unterscheidet sich sehr vom deutschen Alltag. Alles läuft zwei bis vier Stunden später ab, das Frühstück wird oft ausgelassen, dafür bleibt man abends länger wach. Bisher haben wir noch recht viele Freiheiten wie wir unseren Tag gestalten, solange wir zu den festen Terminen kommen und unsere Aufgaben erledigen. Spannend wird es erst in der ,,Wohnwoche", die wir für die Jugendlichen der Gemeinde auf die Beine stellen werden und die es so bisher noch nicht gab. Das Prinzip ist, dass man eine Woche zusammen lebt, schläft, isst, spielt, singt und seinem Alltag nachgeht, wobei Schule, Studium oder Job dabei normal weiterlaufen sollen. Uns ist von der Einladung über das Programm bis hin zu den Hausregeln die ganze Organisation und Gestaltung überlassen und wir freuen uns, auf diese Weise die Menschen hier nochmal ganz anders kennenzulernen.
Ich hoffe, ihr konntet einen guten Einblick gewinnen und wir können das nächste Mal mehr Spanischkenntnisse vorweisen :)
Ganz liebe Grüße,
Anisja



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