Sport im Alltag - angewandte Methoden eines Tourteams

Schlaft genug, ernährt euch gesund und bewegt euch genügend!

Diese Dogmen wurden uns bei den Vorbereitungsseminaren nur zu Genüge eingeprägt. Wie tatsächlich entscheidend der Zusammenhang zwischen körperlichem und geistigem Wohl ist, haben wir in unserem Jahr auf Tour aber auch schon erlebt.

Obwohl es mit der gesunden Ernährung und dem ausreichenden Schlaf nicht immer so richtig hinhaut, können wir stolzen Gewissens sagen, dass die körperliche Ertüchtigung auf keinen Fall zu kurz kommt. Zwar machen nur die wenigsten im Team regelmäßig Sport, dafür wird aber das Konzept ,,Sport im Alltag" großgeschrieben.


Nicht nur beim beim Aufbau eines Volleyballnetzes oder beim Fensterputzen lernten wir, wie wichtig es ist, auf Tour fit zu bleiben. Besonders die Arbeit mit Kindern hat uns schon viel körperliche Anstrengung gekostet. Sei es, um die vielfache Nachfrage nach menschlichen Klettergerüsten zu befriedigen, oder um die Kinder durch übertriebenes Eigenengagement zum Tanzen und Spielen zu motivieren - Muskelmasse und Kondition ist doch oft gefragt.


Aber nicht nur das. Je nach Einsatzstelle kommen noch neue Anforderungen hinzu, wie z.B. Kisten schleppen im Kosovo, kaputte Autos schieben auf Gran Canaria, Marktplätze dekorieren in Almería oder das regelmäßige Bestuhlen und Wiederabbauen des Gottesdienstraums in Innsbruck. Auch nicht zu vergessen: Packen, Crafter be- und entladen und Gepäck Treppen hochschleppen bei jedem Wechsel des Einsatzortes.


In Innsbruck, kam wieder eine ganz neue Methodik des Trainingsprogramms ,,Sport im Alltag" in unser Repertoire. Auch hier haben wir das Projekt, eine Kinderwoche zu veranstalten. Eine Woche hatten wir Zeit, um uns vorzubereiten - aber auch, um rauszugehen und Kinder einzuladen, diesmal auf einem anderen Weg. Mithilfe eines ausgeliehenen Puppenwagens des Kid´s Teams (oder in Deutschland KEB), haben wir im Park Puppentheatervorführungen mit biblischen Geschichten gemacht, um die Aufmerksamkeit von Kindern und Eltern zu bekommen und sie anschließend zu unserem Programm einzuladen.
Wie anstrengend es ist, in dem kleinen aufgeheizten Wagen zu sitzen, den Kopf einzuziehen, den Arm mit der Puppe so hoch wie möglich zu strecken und dabei den Worten des Stückes Ausdruck zu verleihen, war uns vorher nicht bewusst.



Am Ende des Tages sind wir  aber oft, trotz des regelmäßigen Trainings und der tatkräftigen Unterstützung der Kinder beim Abbau, oft sehr erschöpft und freuen uns wenn der Tag geschafft ist.


Viele liebe Grüße,
Anisja



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Das wollten wir euch noch sagen, ...

Und schon wieder ein Jahr älter...